Die Urieliten
Die urielitischen Lehren unterscheiden sich an einigen Stellen radikal von den Inhalten, die die Kirche andernorts predigt. Die Kluft ist so groß, daß einige Dogmatiker gewiß von Ketzerei sprächen, wenn man ihnen je eröffnete, wie ungewöhnlich die Urieliten den Glauben auslegen. So wird der Dienst an der Kirche zum Beispiel nicht als Gnade und unmittelbarer Weg zu einem angenehmen und segensreichen Leben erachtet, sondern als bloße Notwendigkeit – als Pflicht, die einige wenige Menschen nun einmal zu erfüllen haben, damit allen Gläubigen ein Dasein nach Gottes Wunsch ermöglicht werden kann. Das Dasein als Bauer auf dem Lande ist nach urielitischer Auffassung von größerer Reinheit gekennzeichnet als das eines Monachen und somit auch um einiges erstrebenswerter. Derlei Gedankengut stößt bei den Mitgliedern der anderen Orden häufig auf großes Unverständnis.
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